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Januar. Grau

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Eigentlich wollte ich den steinigen Weg hier am Ende der Straße mit ein bisschen Melancholie und Schwermut fotografieren (steinige Wege sind ja bekanntlich schwer, lang und mühevoll), so als wenn dieser Jahre alte Asphalt, geschunden von viel zu großer Last und dem Frost,  Nachdenklichkeit und Tristesse abbilden könnte in schillerndem Grau, aber je länger ich diese Pfütze betrachtete, desto mehr sah sie aus wie ein Herz, zerbröckelt und trotzdem schön. Und deswegen finde ich diesen Weg wundervoll und auch ein bisschen zum Lächeln, denn bei näherem Hinsehen sieht selbst ein steiniger Weg ein bisschen schön aus. Es ist halt doch immer alles eine Frage der Phantasie und dem, was wir daraus machen.

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Happy New Year

Go for whatever makes you happy – das wird mein Motto für dieses Jahr werden. Ich möchte keine großen Listen schreiben, keine Vorsätze nicht einhalten, keine nicht einhaltbaren Ziele aus den Augen verlieren. Ich möchte einfach nur viel mehr im Hier und Jetzt leben, ohne Pläne, ohne Stress. Dinge tun und erleben, die mir gut tun, die mich emotional und geistig ausfüllen, die mich glücklich machen, die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern und bei denen ich ein gutes Gefühl habe. Was auch immer das Jahr bringen wird, es kann nur besser werden als das letzte. Darum wird schon alles gut werden…

2014

Ich wünsche euch und euren Lieben Gesundheit, glückliche Momente und vieles mehr für 2014!

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Mein Oldenburg

Nachdem es hier lange ruhig war, bring ich euch ein paar Sommerbilder in diese nasskalte, graue Wettersuppe und zeige euch endlich mein Oldenburg. Oldenburg, das war in Kindertagen der Inbegriff von Ausflug. Parkhaus in einer großen Stadt, unzählige Geschäfte – das war einfach etwas ganz Besonderes. Als es dann darum ging, was nach dem Abitur kommt, dann war nicht zuletzt wegen meines damaligen Freundes klar, dass die Reise nicht allzu weit gehen würde. Oldenburg bot sich einfach an. Eine tolle Universität in angenehmer Größe, wenn auch ohne große Geschichte. Meine Studienfachwünsche konnten erfüllt werden und der Schritt in ein selbständiges Leben war etwa 60 Kilometer groß. Groß genug, um sich erwachsen und frei zu fühlen, aber klein genug, um nicht alles hinter sich zu lassen.

Und so räumte ich dann im Sommer 2004 meine kleine, aber feine Studentenwohnung nahe des Campus ein. Es brauchte etwa eine Woche, bis ich – ganz Dorfkind – verstanden hatte, dass das akademische Viertel nicht der Campus ist. Aber nunja, nach einigen Startschwierigkeiten verlief das Studium dann ohne größere Probleme.

oldenburg16Ich gebe zu, so gut ich mich auch auf dem Fahrrad Richtung Innenstadt und in derselben auskannte, so wenig wusste ich eigentlich über alle Stadtteile oder gar die Geschichte dieser schönen Stadt Bescheid. Ich habe auch nie bewusst irgendwelche historischen Bauwerke angeschaut oder Skulpturen mit Verstand betrachtet. Das alles aber ich nun aber nachgeholt. Wie ein Tourist machte ich mich in diesem Sommer mit einem Reiseführer auf, die Stadt zu entdecken, in die ich tatsächlich nach 4 Jahren Abstinenz zurückgekehrt bin.

Mein erster Weg führte mich morgens um halb 7 an den Hafen. Herrlich, diese Stimmung, wenn das Wasser ganz ruhig ist und dieses gewisse Etwas eines schönen Sommertages in der Luft liegt. Einige waren auf dem Weg ins Bett, andere drehten schon eine Runde mit dem Hund. Und ich dazwischen mit diversen Fotoapparaten und dem Reiseführer voller Post-its in der Tasche.
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Ich lief dann vorbei am Rondell, einem mexikanischen Restaurant, in dem ich noch nie essen war. Ich kenne komischerweise auch niemanden der dort schon einmal war…
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Das alte Postgebäude der kaiserlichen Post kann man aus der Nähe gar nicht in all seiner Schönheit erfassen. Das Gebäude von 1902 steht komplett unter Denkmalschutz und umfasst samt aller Erweiterungsbauten, Seitenflügel und Innenhöfe über 17.000 qm. Heute befinden sich vor allem Büroräume und Luxuswohnungen in dem herrschaftlichen Prachtbau. Ich machte mich auf zur Fußgängerzone. Nachdem ich den Wochenmarkt in aller Ruhe fotografieren konnte, lief ich weiter zum Schlossplatz, um die wahren Sehenswürdigkeiten Oldenburgs einzufangen. Da wäre einmal der Pulverturm. Lange habe ich dieses Relikt aus dem 16. Jahrhundert gar nicht wahrgenommen. Dabei ist der Pulverturm das letzte Zeugnis der pompösen mittelalterlichen Stadtbefestigung. Mauern, Wassergräben, Wälle und Bastionen schützten die Handelsstadt. 1,5 Meter dick sind seine Mauern. Sie schützten das Pulverturm und dienten später als Eiskeller für die Hofhaltung. Die Straße “Schlossplatz” fängt direkt hinterm Pulverturm an und wird von alten, teils wunderschönen Häusern noch aus dem 18. Jahrhundert gesäumt. In Haus Nummer 22 soll im Jahre 1870 die Ansichtskarte vom Buchhändler August Schwartz erfunden worden sein. Auch die Verbreitung des Bankchecks als Zahlungsmittel soll in Oldenburg ihren Ursprung haben. Auf dem Weg zum Schloss kommt man dann an der Neuen Schlosswache vorbei. Und dann sieht man es: Das wunderschöne Schloss der Grafen und Herzoge aus Oldenburg. Früher Amts- und zugleich Wohnsitz der Oldenburger Herrschert ist es heute die meistbesuchte Attraktion in der Oldenburger Innenstadt.
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Anschließend ließ ich es mir nicht nehmen, in Ruhe durch die Innenstadt zu schlendern, diesmal aber vorrangig durch den alten, historischen Stadtkern. Der liegt ein wenig abseits von der laden-übersäten Fußgängerzone, sollte aber unbedingt einmal bewundert werden! Die kleinen Gassen sind krumm, verwinkelt und zugebaut, erhalten ihren Charme aber nicht zuletzt durch große Namen wie “Pistolenstraße”, “Burgstraße” und “Ritterstraße”. Zum Schmunzeln ist auch die Bergstraße, die für Norddeutschland ganz untypisch tatsächlich ein Gefälle von 3,6 Metern aufweist. Die Häuser sind allesamt zweistöckig, meist nicht breiter als 6 Meter und wirken tatsächlich noch so, als würden die Handwerker sie wie damals mit ihren Familien bewohnen.
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Und weil es immer noch so herrlich früh war und sich die Marktkäufer so langsam mit denjenigen vermischten, die die zahlreichen Cafes für ein leckeres Frühstück aufsuchen wollten, beispielsweise Café-&Bar Celona oder das Florian, schlenderte ich durch die Fußgängerzone. Damit verbinde ich so viele Erlebnisse, habe so viele Erinnerungen an Läden, die gar nicht mehr existieren. Sinnlos ausgegebenes Taschengeld in Kindertagen oder gemütliche Spaziergänge mit schmalem Studentenbudget… Da passte dieses Bild einfach so perfekt:
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Als sich die Stadt so langsam füllte, meine Füße schmerzten und ich das dringende Bedürfnis nach einem kalten Erfrischungsgetränke verspürte, machte ich mich auf zur Bushaltestelle am Julius-Mosen-Platz, mit Blick auf das spätklassizistische Peter-Friedrich-Ludwigs-Hospital, das heute als Bibliothek und Kulturzentrum genutzt wird.
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Mir hat dieser Spaziergang großen Spaß gemacht, weil ich mein Oldenburg so noch nie gesehen hatte. Das war Geschichtsunterricht, Entspannung, Fotoliebe, mit offenen Augen durch die Welt gehen, ganz viel Erinnerung und ganz viel positive Energie, die ich aus der gerade aufwachenden Stadt an einem herrlichen Samstag Morgen schöpfte. Ich hoffe, euch hat dieser kleine Spaziergang auch ein wenig gefallen!

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Pfützenspringen {Herbst #7}

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Habt ihr auch gerade so schrecklich herbstliches Wetter? Dem Tochterkind gefällt es ja. Ganz in Regenkleidung gehüllt hüpft sie durch die tiefsten Pfützen. Und ich ärgere mich manchmal, wenn mir ganz kalt ist und ich mir neben der Pfütze die Beine in den Bauch stehe, dass ich nicht einfach genauso unbefangen durch die Pfützen hüpfen kann. Ich hab nichtmal Gummistiefel…

Herbstimpressionen:
Warmer Atem {Herbst #1} | Steckrübeneintopf {Herbst #2} | Die letzten warmen Sonnenstrahlen {Herbst #3}| Kürbissuppe {Herbst #4} | Farbenspiel {Herbst #5} | Kindheitserinnerungen {Herbst #6}

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Der braune Koloss…

…steht in Oldenburg am Hafen. Er war quasi mein erstes Motiv auf meiner Fototour im Sommer.
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So interessant es im Detail aussieht, so häßlich finde ich es in voller Größe, die ich nichtmal aufs Bild gekriegt habe…
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Aber das war zum Glück nur eines von vielen, vielen Motiven, die mir vor die Linse kamen und die ich euch demnächst zeigen möchte!
Mehr Braun gibt es bei Nic.