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Lost Places Pt.1 {Bahnbetriebswerk Pankow}

Ich möchte heute mit einer kleinen Serie starten, die euch Lost Places in und um Berlin zeigt. Als wir noch in Berlin wohnten, waren wir sehr aktive Geocacher, die vor allem in alten Industrieanlagen, Bahnbetriebswerken, verlassenen Krankenhäusern und unterirdischen Bunkeranlagen ihre Wochenenden verbrachten und Dosen suchten, um sich in Logbücher einzutragen. Mit Kind und Umzug in den Westen fiel dieses Hobby dann quasi komplett weg. Vor lauter “Sehnsucht” traue ich mich kaum, die Geocaching-Webseite zu öffnen. Weil aber noch so viele Fotos auf meinen Festplatten schlummern und diese teilweise wirklich sehenswert sind, möchte ich euch nun immer mal wieder mitnehmen zu diesen vergessenen, verlassenen Plätzen.

Besonders fasziniert mich immer wieder das Morbide, wo sich die Natur zurückerobert, was ihr schon immer zustand und wo der Vandalismus Einzug hält. Es ist ein irres Gefühl, in das Leben, den Geruch und die Geschichten aus längst vergangenen Zeiten einzutauchen. Das kann eine alte Rechnung aus den 80er Jahren sein, den man im alten, morschen Schreibtisch des verlassenen Sekretariatsbüro findet, oder eine Stempelkarte aus den 60ern, die herrenlos in der ehemaligen Umkleidekabine mit den rostigen Schließfächern liegt, oder aber auch ein PinUp-Kalender in der ansonsten leergeräumten Werkstatt aus den 90ern – all diese Funde versprühen so viel Charme und machen so viel Abenteuerlust, dass wir beinahe ehrfürchtig und schweigend ganz vorsichtig über knarrende Dielen wanderten, und alles aufsogen, was wir entdeckten.

{Bahnbetriebswerk Pankow}
Mein Mann ist bekennender Eisenbahnliebhaber und so zog es uns schon lange vorm Geocachen zu den alten, stillgelegten Gleisanlagen in Pankow-Heinersdorf. Während er sinnierte über Drehscheiben, Dampfloks und Ringlockschuppen, zog ich los zum Fotografieren. Mich interessierte dabei gar nicht so sehr die “Eisenbahnromantik”, mir gefiel es, die Dinge selber und wie der Zahn der Zeit an ihnen nagte, zu fotografieren. Darum gibt es in meinen Sammlungen viele Detailaufnahmen, aber oftmals nur wenige Gesamtaufnahmen der Areale. Schade eigentlich, denn das große runde Haus am Bahnbetriebswerk Pankow, das von allen Himmelsrichtungen schon aus der Ferne erkennbar ist, habe ich nie fotografiert.

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Nördlich des Personenbahnhofs Pankow schließt sich an der Ostseite der durchgehenden Streckengleise ein ehemaliges Bahnbetriebswerk mit Rangierbahnhof und zwei Drehscheiben auf einem Areal von rund 250.000 m² an. Auf dem Gelände befinden sich zwei Lokschuppen. Beide werden durch je eine Drehscheibe bedient. Der ältere von beiden Lokschuppen beherbergt eine Drehscheibe im Inneren. Somit konnte der Lokschuppen (Typ Rundhaus, erbaut 1893) das komplette Jahr über betrieben werden, da man diesen frostunabhängig nutzen konnte. Da die Lokomotiven aber immer länger wurden, war das Ende der Rundhäuser besiegelt. Die Rundhäuser konnten im Gegensatz zu den Ringschuppen nicht vergrößert werden. Dadurch hat der Lokschuppen in Pankow-Heinersdorf die Ehre, der letzte erbaute Schuppen seine Art in Deutschland zu sein (1893). Bedienen konnte die Drehscheibe 24 Gleise. [Quelle]

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Insgesamt besuchten wir dieses Areal zwei Mal, einmal 2008 nur als Fotografen und einmal im darauffolgenden Jahr als Geocacher. Immer wieder hielten sich Gerüchte hartnäckig, dass ein Investor das Gelände gekauft hätte und ein großes Einkaufszentrum plane.

Bei meiner Suche habe ich einen Kommentar gefunden, der darauf hindeutet, dass heute wohl nicht mehr so viel davon stehen wird.
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Die große Verschwörung gegen die Übergangsjackenindustrie

Da hat mal ein echter Scherzkeks Geschmack bewiesen, Am Mittwoch war Frühlingsanfang – sagt der Kalender. Ich fürchte nur, dass Papst Gregor damals nichts von der Klimaveränderung ahnte und die Winterkapriolen somit nicht einberechnete und dass die Meteorologen sowieso Schuld an allem sind und alles eine riesengroße Verschwörung gegen die Übergangsjackenindustrie ist, ehrlich! Denn Frühling seh’ ich hier noch nicht!

Anfang März, als der Frühling uns mal seitlich striff und so tat, als würde er aus seinem Loch hervorkriechen, entstand dieses Bild:Weitere Bilder guten Geschmacks gibts hier und hier.

Das war alles nur angetäuscht, fingiert, simuliert, geheuchelt und vorgespielt! Wer immer das war, es war nicht der Frühling! Dabei war ich schon bei der Gartenplanung angefangen, hatte die Sämereien ausgepackt, meine Töpfe begutachtet (und schmerzliche Frostsprengungsverluste verbucht) und mich sogar schon beim Unkraut jäten mit der Harke verletzt!

Doch seit über einer Woche sieht es hier schon wieder regelmäßig so aus: (Und natürlich schmecken die Erdbeeren nach nichts, schon gar nicht nach Sommer. Aber Töchterchen liebt sie und ich mag diese tollen Farbtupfer.)

Letztes Jahr hieß es noch “Frühling, Arschloch, Herbst, Winter”, mal sehen, was da dieses Jahr daraus wird. Ich gucke drohend und habe die Augenbraue hochgezogen! Oder wer von euch hat ganz laut “HIER” gerufen, als gefragt wurde, wer weiße Ostern will? Das würde es natürlich auch erklären… So haben wir dann dank der Zeitumstellung wenigstens eine Stunde länger, um im Hellen Schnee zu schippen…

Wir haben hier derzeit drei wunderhübsche Übergangsjacken fürs Tochterkind und ich werde langsam nervös. Entweder sie kriegt nun Krumuluspillen verabreicht oder muss frieren in nächster Zeit. Fänd ich beides nicht so optimal, darum bitte lieber Frühling, du möchtest doch nicht, dass man so schlecht über dich redet, wie über den letzten Sommer, oder? Ich hab auch Schokokekse!

Habt ein schönes Wochenende! Am Sonntag gibts hier dann endlich den Lost Place-Beitrag von mir. Oder ich lass mir einfach so lange Zeit bis Frühling ist, aber ich will ja nicht genauso sein….

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Am Zwischenahner Meer

Ein klassischer Fall von Festplattenfund! Eigentlich sortiere ich gerade Fotos von Lost Places, um euch einige davon zu zeigen. Zusätzlich habe ich ein paar tolle Fotos aus dem schönen Ammerland gefunden, aufgenommen während eines Urlaubswochenendes im Dezember 2010.
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Das Zwischenahner Meer wird als “Perle des Ammerlandes” bezeichnet. Eingebettet in eine wunderschöne Naturlandschaft ist der drittgrößte Binnensee Niedersachsens beliebtes Ausflugs- und Reiseziel.
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Seit den späten 1970er und frühen 1980er Jahren kursiert die Legende von einem riesigen Wels mit 3,50 Meter Länge, der im See leben soll. Er wird mit dem Ungeheuer von Loch Ness verglichen, mit dem er gemein hat, dass ihn bis heute niemand zu Gesicht bekam. Da die Legende aber eine touristische Attraktion ist, wurde dem Wels auf dem Marktplatz von Bad Zwischenahn eine bronzene Statue gewidmet. Im Zwischenahner Meer schwimmen würde ich sowieso nicht, aber zum Spazierengehen ist es wirklich wunderschön!

Quelle: Wikipedia

Ich wünsch euch einen schönen Sonntag!